Andreas Kenner

Für uns im Landtag

46% der Alleinerziehenden und ihre Kinder leben in Armut

 

(pm) - Die SPD im baden-württembergischen Landtag fordert von der grün-schwarzen Landesregierung, die Erkenntnisse aus dem Armuts- und Reichtumsbericht bei ihrem Handeln zu berücksichtigen.

 

Die MdLs Andreas Kenner und Rainer Hinderer (SPD) fordern ganz konkret: „Baden-Württemberg muss sich im Bundesrat dafür stark machen, dass die Einigung zum Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende rasch umgesetzt wirdAnlässlich des Internationalen Tags für die Beseitigung der Armut forderten die SPD-Sozialexperten Andreas Kenner und Rainer Hinderer die grün-schwarze Landesregierung auf, die Handlungsempfehlungen des ersten Armuts- und Reichtumsberichts für Baden-Württemberg, den die damalige Ministerin Katrin Altpeter (SPD) vorgelegt hatte, umzusetzen. Ausdrücklich widersprachen sie dabei dem grünen Sozialminister Manfred Lucha, der zur Bekämpfung von Kinderarmut ausschließlich auf „gezielte Sachleistungen“ setzt. „Der Anspruch auf frühkindliche Bildung und Betreuung ist für die weiteren Bildungschancen von Kindern äußerst wertvoll, aber er macht nicht satt und er hält nicht warm, und deshalb sind auch Geldleistungen vonnöten“, stellten Kenner und Hinderer fest.Neben dem Ausbau der Sachleistungen stehe aktuell eine schnelle Umsetzung der von Bundesfamilienministerin Schwesig erstrittenen Einigung an, den Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende zu verbessern. Dafür müsse sich Baden-Württemberg im Bundesrat stark machen, verlangten Kenner und Hinderer. Zudem seien Alleinerziehende auch besser durch einen Zuschlag zum Kindergeld zu entlasten als wie bisher über steuerliche Freibeträge. Fakt ist: Derzeit leben 46% der Alleinerziehenden und ihre Kinder in Armut. Neben der Aufgabe, Menschen zu befähigen, ihr Leben und ihre gesellschaftliche Teilhabe aus eigener Kraft selbstverantwortlich zu gestalten, dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass es Menschen gibt, die auch mit diesen Hilfen nicht auf eigene Beine kommen. „Bei psychisch kranken oder schwer behinderten Menschen muss auch eine auskömmliche staatliche Unterstützung ein Leben in Würde sichern“, verlangte Andreas Kenner.