Andreas Kenner: „Der Landtag debattiert intensiv über die Schließung von 18 Notfallpraxen in Baden-Württemberg und stimmt dann mehrheitlich dafür an diesem Weg festzuhalten.“

Nach Abstimmung im Landtag: Andreas Kenner kämpft mit seiner Fraktion weiter für den Erhalt der Notfallpraxen

„Ich bin sehr enttäuscht“, kommentiert SPD-Abgeordneter Andreas Kenner das Abstimmungsverhalten seiner Wahlkreis Kollegen Andreas Schwarz und Natalie Pfau-Weller an diesem Mittwoch im Baden-Württembergischen Landtag.
 
Beide haben sich am Ende einer sehr intensiven, von der SPD beantragten Debatte mit dem Titel „Schließung weiterer Notfallpraxen verhindern“ , gegen den SPD Antrag die  Schließung der Notfallpraxen auszusetzen, gestellt und mit „Nein“ gestimmt.
 
Im März vergangenen Jahres hat die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg die Notfallpraxis des hausärztlichen Bereitschaftsdienstes in Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis 
dauerhaft geschlossen. Die Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger sind bereits spürbar. „Ich habe große Sorge, dass die Schließung unserer Notfallpraxis ähnlich drastische Folgen für die Gesundheitsversorgung hier haben wird“, so Andreas Kenner. „Als Konsequenz werden noch mehr Patienten und Patientinnen die Notfallambulanzen der Krankenhäuser aufsuchen, oder den Notarzt rufen.“
 
„Es ist ein großer Fehler, dass in diesem Jahr weitere 18 Notfallpraxen geschlossen werden sollen – ohne dass die betreffenden Kommunen, die Rettungsdienste, die Krankenhäuser und die gesetzlichen Kassen bisher angehört wurden. Minister Lucha lässt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) einfach so gewähren. Dabei hätte es eine Alternative gegeben – Rheinland-Pfalz hat es vorgemacht: Vergangenes Jahr hat sich der zuständige Minister dort der KV entgegengestellt und gezeigt: So nicht!“
Nun gehört Kirchheim-Teck zu den ersten der 18. Notfallpraxis Standorten, der bereits am 31. März 2025 geschlossen wird.
 
Die Standorte in Nürtingen, Esslingen und Göppingen haben bereits signalisiert, dass sie eine starke Zunahme von Patienten und Patientinnen befürchten.
 
Andreas Kenner kündigt an: „Wir geben nicht auf. Die Bürgerinnen und Bürger können sich sicher sein: Wir stehen weiterhin an ihrer Seite und kämpfen für den Erhalt der Notfallpraxen.“