Entlastung einkommensschwacher Haushalte

Freitag, 15. Juli 2022

Die Inflation steigt stetig, die Lohnanpassungen hinken ihr hinterher. Dies führt bei zahlreichen Familien längst nicht nur dazu, dass der Sommerurlaub ausfallen muss, sondern bedroht ganze Existenzen einkommensschwacher Haushalte.

Einkommensschwache Haushalte, das sind zu aller erst Familien mit Kindern, junge Menschen, Personen ohne Schulabschluss, Rentnerinnen und Rentner. Sie trifft die Krise am härtesten. Sie müssen entlastet werden, wenn sie sich, und das geschieht schon jetzt, lebensnotwendige Güter nicht mehr leisten können. Einsparungen bei den Betroffenen zu fordern ist zynisch, da ein Großteil ihres Einkommens bereits jetzt zur Deckung des täglichen Bedarfs benötigt wird. Nahrungsmittel, Wohnen, Haushaltsenergie, Mobilität. Sozialpolitiker, jugend- und seniorenpolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion, Andreas Kenner betont: „In einem reichen Land wie Baden-Württemberg darf es nicht dazu kommen, dass sich jemand in unserer Gesellschaft im Herbst zwischen frieren und hungern entscheiden muss. Dieser Zustand, auf den wir aktuell zusteuern, wäre eine Schade für unser Land und brächte großen sozialen Zündstoff mit sich. Die Netzagentur spricht jetzt schon davon, dass sich der Gaspreis bis 2023 verdreifachen könnte. Finanzielle Vorsorge dagegen können sich aber nur Menschen leisten, deren Einkommen mehr als ihre Grundbedürfnisse deckt. Alle anderen müssen jetzt unterstützt werden.

Sozialpolitiker und SPD Landtagskollege von Andreas Kenner, Florian Wahl betonte am 13.07. im Sozialausschuss wie wichtig die von der SPD-geführten Bundesregierung geplante Kindergrundsicherung ist und setze sich dafür ein, dass der Sofortzuschlag als Unterstützung in Baden-Württemberg als bald kommt um Kinder und Jugendliche vor Armut zu schützen. Wie der Ausschussvorsitzende Florian Wahl (SPD) berichtete, reagierten die Grünen verhalten auf den Vorstoß den Sofortzuschlag rückwirkend zum 1. Juli auszuzahlen. Der Sonderzuschlag sei eine vorübergehende Leistung. Er falle weg, wenn die Kindergrundsicherung komme. Die geplante Regelung sei sachgerecht. Bei der CDU dagegen sei der Vorstoß auf Sympathie und bei der Opposition auf Zustimmung gestoßen, erklärte Wahl.