Haare schneiden „im Dienste der Schönheit“

Kenners Montagsrunde im Live-Studio Storms mit Frisörfamilie Hauff aus Kirchheim

Dienstag, 23. Februar 2021

Jeden Montagabend unterhält sich der Kirchheimer Landtagsabgeordnete Andreas Kenner von 19 bis 20 Uhr mit Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft, Sport, Politik und Gesellschaft. Bei der 7. Montagsrunde war die alteingesessene Kirchheimer Frisörfamilie Hauff – vertreten durch Philipp und Lena Hauff sowie deren Vater Max – zu Gast.

Bereits seit 1934 gibt es den Salon Hauff in Kirchheim. Vor zwei Jahren hat Philipp Hauff die Leitung des traditionsreichen Frisörsalons von seinem Vater Max übernommen. Die langen Lockdowns sind natürlich ein harter Schlag für den Familienbetrieb: „Bereits im Oktober 2020 haben wir eine Luftdesinfektionsanlage in unserem Salon eingebaut. Wir haben auch eine große Fläche und damit viel Platz in unserem Salon. Da ist es natürlich bitter, wenn man so lange schließen muss“, berichtet Philipp Hauff. Zum 1. März dürfen Frisöre wieder öffnen. Dann brauchen auch Herren einen Termin – bislang sind die Hauffs im Herrenbereich ohne Terminvergaben ausgekommen, aber ab dem 1. März wird dies gesetzliche Pflicht. Andreas Kenner, der selbst Kunde im Frisörsalon Hauff ist – wie vor ihm sein Vater und sein Großvater -, lobt, dass die Hauffs regelmäßig Azubis ausbilden. „Das machen wir auch momentan“, bestätigt Philipp Hauff, „allerdings ist es gerade sehr schwierig. Unser Azubi darf nichts am Kunden machen, sondern nur am Puppenkopf üben.“ Gibt es denn Unterschiede zwischen Frauen und Männern, was die Gespräche im Frisörsalon angeht, fragt Andreas Kenner. „Ja, die Themen sind unterschiedlich“, meint Lena Hauff, „Frauen sprechen eher über Urlaube, Geburtstage oder was sie unter der Woche erlebt haben, während Männer häufig über Sport sprechen.“ Max Hauff ergänzt: „Leider leiden die Gespräche unter den Masken, die im Frisörsalon vorgeschrieben sind.“ Manche Kunden würden auch traurige Themen ansprechen – z.B. Todesfälle – oder allgemein sehr persönlich werden.

„Wie sieht der Frisörsalon der Zukunft aus?“, möchte Andreas Kenner wissen. Lena Hauff hat sich darüber schon viele Gedanken gemacht: „Ein gewisses Ambiente und ein gewisser Erlebnischarakter sind sicherlich wichtig. Am wichtigsten ist aber, dass die Kunden sich wohlfühlen und dass eine familiäre Stimmung herrscht.“ Die Kunden sollen im Frisörsalon Hauff eine schöne Zeit verbringen und den Laden glücklich mit ihrem neuen Haarschnitt verlassen. Philipp Hauff hat bereits bis 20 Uhr zum „After Work“-Schneiden geöffnet gehabt, mit Bier und DJ. Allerdings sei der Erfolg damals überschaubar gewesen. „Das lange Arbeiten lasse ich daher weg, aber Bier gibt es bei uns immer noch“, erklärt Philipp Hauff. Max Hauff ist sehr stolz darauf, dass seine Kinder den Salon nun in der siebten Generation weiterführen. „Ich bin auch froh darüber, dass ich als Senior nach wie vor mitarbeiten darf. Ich bin Frisör aus Leidenschaft. Mein Vater hat immer gesagt, dass wir ,im Dienste der Schönheit‘ arbeiten.“ Philipp Hauff betont abschließend, dass es wichtig sei zu verstehen, was der Kunde wolle und dass man auf ihn genau eingehen müsse: „Der Kunde ist bei uns stets König.“