Andreas Kenner

Für uns im Landtag

Hand in Hand für eine bessere Pflege

 

SPD Sozialexperten aus Bund und Land tauschen sich zum Zukunftsthema Pflege aus

Bereits in den 1990er wurde die Pflegeversicherung in Deutschland eingeführt – damals ein großer sozialpolitischer Fortschritt. Wegen der zunehmenden Alterung der Gesellschaft muss diese aber dringend weiterentwickelt werden, darin sind sich die Sozialpolitiker der SPD aus Land und Bund einig.

Andreas Kenner, der den Wahlkreis Kirchheim im Landtag vertritt und davor viele Jahre in der Altenpflege tätig war, diskutierte dazu mit der Pflegeexpertin der SPD im Bundestag Heike Baehrens. Mit dabei waren Sabine Wölfle als Sozialpolitische Sprecherin der SPD Baden-Württemberg und der Vorsitzende des Sozialausschuss im Landtag Rainer Hinderer.

2017 gab es nahezu 400.000 Pflegebedürftige in Baden-Württemberg. Mehr als drei Viertel davon leben zuhause und werden zu einem sehr großen Teil (75 Prozent) von Angehörigen betreut. Eine große Herausforderung angesichts der hohen und weiter steigenden Pflegezahlen ist der Fachkräftemangel in der Pflege. Dieser Fachkräftemangel hat erhebliche Auswirkungen: ambulante Pflegedienste müssen neue Patienten ablehnen, in Pflegeheimen können Betten nicht neu belegt werden, neue Pflegeheime werden erst verspätet bzw. nicht mit voller Belegung eröffnet, Heimträger in bestimmten Regionen investieren nicht mehr, fassen die Sozialexperten die Problematik zusammen.

Ein weiteres Problemfeld sind vor allem fehlende Plätze in der Kurzzeitpflege und in der Tagespflege. Um diesen Mangel zu beheben ist nach Ansicht der SPD Politiker eine dauerhafte Förderung durch das Land notwendig. Das komme auch dem allgemeinen Wunsch betagter Menschen entgegen, so lange als möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Und durch ambulante Pflegeangebote würden auch die Angehörigen entlastet, die in unserer Gesellschaft immer noch den größten Anteil der Pflege leisten. Die bisherige Politik von Sozialminister Manfred Lucha mit Modellprojekten hier und Restmittelvergabe dort, reiche nicht um das Problem zu lösen, kritisieren die Abgeordneten der SPD.