Sorgen der Familien ernst nehmen: Schulpsychologie ausbauen

SPD zur steigenden Nachfrage nach psychologischen Angeboten für Kinder

Der bildungspolitische Sprecher  Dr. Stefan Fulst-Blei und der Jugendpolitische Sprecher der SPD Landtagsfraktion Andreas Kenner fordern angesichts der jüngsten Zahlen einer SWR-Studie zur Situation der Familien im Land einen konsequenten und schnellen Ausbau der Schulpsychologie: „Wir sehen uns durch die aktuellen Zahlen in unserem Drängen bestätigt: Wir brauchen dringend mehr Schulpsychologinnen und Schulpsychologen an unseren Schulen sowie mehr Fachkräfte in den schulpsychologischen Beratungsstellen. Die Landesregierung muss sofort mehr Verwaltungskräfte an den schulpsychologischen Beratungsstellen einstellen.

Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen selbst: Alle schlagen Alarm! Und was tut die Landesregierung? Sie weist darauf hin, dass mit Rückenwind ausreichend Unterstützung geboten wird. Die Zahlen sprechen allerdings eine andere Sprache. Diese Ignoranz schadet den Kindern und Jugendlichen und trägt den sozial-emotionalen Folgen der Corona-Pandemie in keiner Weise Rechnung.“
So können wir die sogenannten „ Long Sozial Corona Auswirkungen“ bei Kindern und Jugendlichen nicht bekämpfen erklärte Andreas Kenner erst letzte Woche im Landtag bei seiner Rede zum Thema Kinderarmut. 
„In Notsituationen dürfen Schülerinnen und Schüler nicht alleine gelassen und mit langen Wartelisten vertröstet werden. Die Behandlung psychischer Erkrankungen kann man genauso wenig aufschieben wie die Behandlung eines gebrochenen Fußes. Wer Hilfe braucht, muss diese auch bekommen. Und zwar sofort! Deshalb haben wir in den vergangenen Haushaltsberatungen wiederholt den Ausbau der Schulpsychologie gefordert, leider ohne Erfolg. Die grün-schwarze Landesregierung verschließt trotz der wiederholten Hilferufe die Augen und weigert sich, mehr Geld für den Ausbau der Schulpsychologie in die Hand zu nehmen. Bei 5 Milliarden nicht ausgegebener Corona-Hilfen sollte jedoch genug Geld für das Wohl unserer Kinder zur Verfügung stehen“ so Kenner und Fulst-Blei.
Übrigens hat auch die SPD zu Beginn der Corona Krise mit ihren Stimmen im Landtag Milliarden von Euro für die Bekämpfung der Corona Folgen bewilligt. „Wer, wenn nicht unsere Kinder und Jugendlichen hat nun einen Anspruch darauf aus diesen Mitteln gefördert zu werden“ erklärt Andreas Kenner abschließend.