Andreas Kenner

Für uns im Landtag

Weber und Kenner: „Die Grünen im Land feiern ohne Grund: Das versteht kein Schwein"

 

SPD-Fraktion übt Kritik am Sauenhaltungsentscheid der Landesregierung im Bundesrat

Jonas Weber, Agrar- und Verbraucherschutzexperte der SPD-Landtagsfraktion, und sein Kirchheimer Fraktionskollege Andreas Kenner kritisieren den Kurs der baden-württembergischen Grünen beim Kompromiss um eine bessere Sauenhaltung. 

„Der Minimalkompromiss zur Sauenhaltung löst bei den Grünen in Baden-Württemberg unverdienten Jubel aus. Fakt ist, dass die nicht artgerechte Haltung in Kastenställen weitere acht Jahre Bestand hat. Die Grünen feiern sich jetzt für die Veränderung, dabei konnte das grün regierte Baden-Württemberg im Bundesrat nicht einmal dem abgeschwächten Kompromiss zustimmen. Das versteht doch buchstäblich kein Schwein mehr", so Weber und Kenner.

Zum Hintergrund: Der Ausstieg aus dem Kastenstand wurde vom Bundesrat zwar beschlossen, allerdings erst nach einer Übergangsfrist von acht Jahren. Die Stallumbauten möchte das Bundesagrarministerium mit circa 300 Millionen Euro fördern. Baden-Württemberg hatte sich im Bundesrat enthalten – wie immer, wenn sich die Stuttgarter Koalitionspartner von Grünen und CDU nicht einig sind. „Es war klar, dass CDU-Minister Hauk als Anwalt der Agrarindustrie auch bei diesem Thema auf der Bremse steht. Aber anstatt einen Kompromiss zu suchen, regieren Grüne und Schwarze einfach nebeneinander her und hoffen, dass niemand die Widersprüche bemerkt“, meint Jonas Weber.

Andreas Kenner nimmt auch die Bürgerinnen und Bürger in den Blick: „Auch wir als Verbraucher sind gefordert, in der Metzgerei oder im Supermarkt mehr für unser Fleisch zu zahlen. Allgemein müsste gerade Baden-Württemberg Vorreiter einer modernen Landwirtschaft sein: Mit klarer Haltung für das Tierwohl – und für unsere Familienbetriebe.“